Das Textilbündnis


Ursache: für das Textilbündnis ist die Katastrophe in Bangladesch im Jahre 2013 als eine Textilfabrik zusammenstürzte und mit sich über 1130 Menschen in den Tod riss und weitere 2000 schwer verletzte.

 

Das Bündnis: Es wurde vom deutschen Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CDU) zusammen mit Vertreterin der Textilbranche ins Leben gerufen. Es ist freiwillig und ohne weiteren Zwang verpflichten sich die Teilnehmer auf Ziele, auf die sie nach und nach hinarbeiten wollen. Bei der Initiative sollen sich das Ministerium,  Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Unternehmen gemeinsam um bessere ethische und ökologische Standards bei der Textilherstellung bemühen. Es soll garantieren, dass bei der Herstellung z.B. bei einer Jeans oder einem T-Shirt, von der Baumwollernte bis zum Kleiderbügel, diese Mindeststandards eingehalten werden. Weiterhin verbietet das Bündnis Kinderarbeit und schädliche Chemikalien.  Gerd Müller fordert Mindestlöhne, begrenzte Arbeitszeiten und sicherere Fabriken.

 

Teilnehmer: Bislang gibt es leider nur 30 Unternehmen die das Textilbündnis unterschrieben haben. Ausschließlich kleinere Textilfirmen sind dabei, die ohnehin schon in ihrer Produktion auf hohe Sozial-und Umweltstandards achten. Darunter die Firmen; VAUDE Sport, Trigema GmbH und Schweickard Moden. Große Unternehmen wie Adidas, Kik, C&A und Aldi wollen sich nicht auf das Bündnis einlassen. Da sie die Forderungen für nicht umsetzbar halten und nicht wissen wie sie die Einhaltung der Standards aus der Ferne kontrollieren sollen. Das die  Käufer 1€ mehr für eine Jeans oder ein T-Shirt bezahlen müssten, wenn die Standards umgesetzt werden würden, halten sie zu mindestens in Deutschland für kein Problem.

 

Ergebnisse: Das Bündnis ist ein großer Schritt für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Textilwirtschaft. Anfang nächsten Jahres soll ein Internetportal eröffnet werden in dem Kunden erfahren welche Geschäfte sich an die Auflagen des Textilbündnisses halten. Es ist eine Grundlage für eine weltweit bessere und fairere Textilbranche geschaffen worden. Ebenfalls soll der „Grüne Knopf“ eingeführt werden. Sollte all das nicht helfen  und weiterhin nicht viele zu dem freiwilligen Bündnis beigetreten sein, droht Müller mit der Einführung von gesetzlichen Regelungen für die nötigen Standards.

 

Der „grüne Knopf“: soll 2015 auf den Markt kommen. Es ist das sogenannte Gütesiegel, dass die Unternehmen auszeichnet, die besonders nachhaltig produzieren. Damit soll es einfacher werden fair produzierte Kleidung eindeutig zu erkennen und gleichzeitig soll der „grüne Knopf“ einen öffentlichen Druck auf Unternehmen ausüben, die noch nicht das Textilbündnis unterzeichnet haben.


Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema, oder wollen uns Ihre Meinung mitteilen? Dann schreiben Sie doch bitte in unser Gästebuch!

Website Übersetzung